Spendenziel 2015: Aachener Hände

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Vor der Gewalt fliehen, die Heimat aufgeben müssen, nur um zu überleben – für uns unvorstellbar und gleichzeitig für viele Menschen harte und unausweichliche Wirklichkeit. Nicht wenige dieser Flüchtlinge sind unbegleitete Jugendliche, die sich ohne familiären Hintergrund in einem für sie völlig fremden Land zurechtfinden müssen.

Das Projekt Aachener Hände vermittelt Patenschaften für volljährige junge Flüchtlinge, die nicht (mehr) vom Jugendamt betreut werden. Ohne diese Unterstützung besteht die Gefahr, dass die (Schul-)Ausbildung abgebrochen wird, soziale Bindungen verlorengehen und sie die Orientierung verlieren. Patinnen und Paten helfen bei der Wohnungssuche, in Schul- und Ausbildungsfragen, begleiten bei Behördengängen oder Arztbesuchen.

Aachener Hände vermittelt nicht nur solche Patenschaften. Drei Mitarbeiterinnen bereiten die Patinnen und Paten auch auf ihre Aufgaben vor und begleiten sie mit Rat und Tat bei ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit.

Kräfte bündeln – gemeinsam wirken

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Unter dieses Motto haben sieben Lions Clubs aus Stadt und Region Aachen, der Aachener Zonta-Club und der Leo-Club Aachen ihre gemeinsame Weihnachtsmarktaktion gestellt.

Zum siebten Mal in Folge sind die Clubs auf einem der schönsten Weihnachtsmärkte Deutschlands vertreten, um ihre hochwertigen Produkte an Besucher aus Nah und Fern zu verkaufen.

Alles ist mit viel Liebe, Engagement und Können von Clubmitgliedern in ehrenamtlicher Arbeit produziert worden. Stammkunden schätzen vor allem die tollen Adventskränze (vor dem 1. Advent) und die leckeren Marmeladen.

Sämtliche Vorkosten werden von den Clubs getragen und Teile der Aachener Wirtschaft unterstützen die Aktion organisatorisch sowie mit Rat und Tat.

In diesem Jahr bündeln wir unsere Kräfte zugunsten des Projekts Aachener Hände des SKM e.V. (Katholischer Verein für soziale Dienste). Aachener Hände vermittelt und betreut Patenschaften für unbegleitete jugendliche Flüchtlinge.

(Hier unser Folder zum Download.)

Spendenübergabe

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Am 12. September übergaben wir mit großer Freude und bei launischem Wetter offiziell unsere Spende an das Projekt “Flüchtlingsacker” auf Gut Hebscheid.

Mehr als 12.000 Euro konnten wir bei der letztjährigen gemeinsamen Weihnachtsmarktaktion einnehmen, das Hilfswerk der deutschen Lions hat dann diesen Betrag noch einmal um 25 Prozent aufgestockt, so dass wir insgesamt gut 15.000 Euro für die Unterstützung junger Flüchtlinge übergeben konnten.

Zusätzlich wurden dank guter Kontakte in die regionale Wirtschaft bereits im März drei Bauwagen zur Verfügung gestellt, die u.a. als Aufenthaltsraum, Büro und Werkstatt genutzt werden.

Im Projekt „Flüchtlingsacker – Jugendliche powern ohne Gewalt“ betreiben junge Flüchtlinge, die oft ohne familäre Bindung in Aachen leben, Bio-Ackerbau. Gemeinschaftserlebnis, Aufbau und Vertiefung von Freundschaften, Erlernen der deutschen Sprache – all dies hilft ihnen bei der schrittweisen Integration in eine für sie eher fremde Gesellschaft.

„Allein, dass ich nicht mehr rechnen muss, ob ich morgens eine Tüte Brötchen mitbringen kann oder nicht, ist schon toll. Das ist zwar nur eine Kleinigkeit, zeigt aber beispielhaft, wie hilfreich die Spende der Aachener Clubs für uns ist.“ Manfred Paul, der Initiator und die „gute Seele“ des Projekts Flüchtlingsacker, reiht ein Beispiel an das andere, wenn er nach den positiven Auswirkungen der Spende gefragt wird.

Dank neuem Laptop und Sprachprogramm lernen die Jugendlichen und jungen Erwachsenen schneller Deutsch, die für das Ackergelände auf Gut Hebscheid fällige Pacht ist vorerst kein Problem mehr, Material und Werkzeug für den Ausbau der gespendeten Bauwagen wurden angeschafft, Fahrkosten werden übernommen. Löhne werden hier nicht gezahlt, aber samstags ziehen alle, die hier arbeiten, mit voll gepackten Tüten aus eigener Ernte ab. Und bei Bedarf nutzen die ehrenamtlichen Helfer einen der ausgebauten Bauwagen, um Nachhilfe zu geben. „Die großzügige Spende hilft uns sehr, das alles zu organisieren“, sagt Manfred Paul. „Vieles von dem, was wir heute hier machen, wäre ohne das Geld und die Bauwagen einfach nicht möglich.“

Die Planungen für unsere erneute – dann die siebte! – gemeinsame Aktivität auf dem Weihnachtsmarkt laufen übrigens auf Hochtouren. Dabei werden wieder köstliche Marmeladen, Konfitüren und Chutneys aus eigener Produktion im Mittelpunkt der Angebotspalette stehen. Und natürlich haben wir uns vorgenommen, auch in diesem Jahr das Ergebnis des Vorjahres noch einmal zu toppen. Mit Ihrer Hilfe…