Die Weihnachtsmarkt-Aktion zu Gast in Leipzig

Großer Kongress der deutschen Lions in Leipzig. Unsere Weihnachtsmarkt-Activity auf der Shortlist von zehn Activities, die in die Endauswahl für den „Preis der Lions Stiftung“ kamen, wow! Welche Ehre schon das!

Das erforderte unsere Anwesenheit in Leipzig, um unsere club-übergreifende Aachener Besonderheit den stimmberechtigten Delegierten nahezubringen. Mithilfe einer Stellwand – da mußten wir echt Pinnadeln besorgen, weil wir gar keine mehr hatten vor lauter Gegenwarts-Technik – und mit viel Wissen über die Activity.

Kurzum: Birgit Gablik und Uschi Ronnenberg fuhren als „Botschafterinnen“ des Weihnachtsmarkt-Teams der Aachener Lions und Zontians am Freitag frühmorgens nach Leipzig, ausgerüstet mit maßgefertigtem Plakat, etwas Notfall-Werkzeug und detaillierten Ablaufplänen, die vorab per E-Mail gekommen waren.

Wie würde man in Aachen umgehen mit der Ortsangabe „Foyer der Universität“? Ja, genau – und so ähnlich ist das in Leipzig, dessen Studentenzahl ungefähr der hiesigen entspricht, natürlich auch… Trotz fehlender Beschilderung vor Ort gelang es uns aber schließlich doch, das richtige Foyer zu finden, und wir bestückten rasch unsere Pinnwand (die vorher erhaltenen Maßangaben stimmten leider nicht so ganz…), breiteten unsere Flyer aus – und standen dann freundlich guckend herum.

Die Reihe der Stellwände stand am Rand des Weges, den die Delegierten auf dem Weg zur Registrierung nehmen mussten. Die meisten der nicht überwältigend Vielen eilten schnurstracks an uns vorbei, verständlicherweise vor allem beseelt von dem Vorhaben, diese Formalität hinter sich zu bringen und dann vermutlich das mittlerweile sonnige Leipzig anzusehen. Wir waren nicht sehr gefordert an diesem Freitagnachmittag.

Wie auf jeder Fachmesse, klappte aber auch hier vor allem der Kontakt der „Aussteller“ untereinander wunderbar, es gab gute Gespräche, interessantes Voneinander-Lernen, spontane Sympathie und gemeinsames Lachen. Das war auf jeden Fall der erste Gewinn der Reise!

Voilà, die zehn Bewerber – in alphabetischer Reihenfolge, wie sie auch aufgebaut waren:

Irgendwann am Nachmittag kam dann das Gerücht auf – von einem erwartbaren Organisationsteam ließ sich nämlich niemand blicken –, wir müssten nun alsbald unsere Stellwände ins Gewandhaus „rüberbringen“, wo der Kongress dann am nächsten Morgen weitergehen würde. Ja, tatsächlich rüberbringen, also selbst dahin tragen … mit allem weiteren Zeug, das wir bei uns hatten … im Gänsemarsch hinter dem ersten von uns Ortsunkundigen her … die nicht schwere, aber durch ihre ausladenden Füße unhandliche Stellwand irgendwie balancierend … das nahegelegene Gewandhaus halb umrundend auf der Suche nach dem richtigen Lieferanteneingang … endlich jemanden finden, der wußte, wo wir die Stellwände zwischenlagern durften … abstellen … und nix wie raus da, uff.

Das nächste Gerücht, wir müssten am Samstagmorgen um halb sieben (um 6:30 Uhr, echt jetzt?!) wieder zur Stelle sein, interpretierten wir zwei pragmatisch um und gönnten uns erst noch ein viertelstündiges Hotelfrühstückchen (frühstücken war nämlich überhaupt erst ab 7:30 Uhr möglich), bevor wir wieder zum Gewandhaus aufbrachen. Frühe Morgen in Städten haben ja immer ein ganz besonderes Flair, und so genossen wir auch diesen nur kurzen Eindruck der sonnigen, erwachenden Innenstadt. Falls übrigens jemand wissen möchte, wie uns Leipzig „sonst so“ gefallen hat: alles, was an unserer Arbeitsachse zwischen Hauptbahnhof und Gewandhaus lag, hat uns immerhin neugierig auf mehr Leipzig gemacht…

Im Gewandhaus-Foyer war der zugeteilte Bereich für unsere Stellwände – die wir natürlich wiederum selbst vom Lagerraum durch zig Türen dorthin bugsieren mussten – wesentlich begrenzter als tags zuvor in der Uni. Die liebe Birgit wurde energisch und kramte das Ensemble so lange, bis alles irgendwie passte. Super!

In Sachen Präsentation und Werbung für die Activity war dann die Problematik ziemlich dieselbe: vorbeieilende Delegierte mit minderstarkem Interesse an unserer kleinen, liebevollen Ausstellung… Auch wenn wir etwa doppelt so viele Eil-Gespräche wie freitags führen konnten, so waren es doch insgesamt enttäuschend Wenige, die überhaupt einen Anflug von Neugier zeigten.

Das Verfahren zur Ermittlung der Gewinner ging übrigens so: In den Unterlagen, die die Delegierten bei der Registrierung bekamen (wenn sie also längst an den Stellwänden vorbei waren), befand sich unter anderem auch das Blatt zur Stimmabgabe – dieses Blatt wollte natürlich im Wust des gesamten Papierkrams erst einmal entdeckt werden… Wir wissen zwar nichts über die tatsächliche Anzahl der abgegebenen Stimmzettel, doch der Verdacht kommt auf, es könnten eventuell nicht allzu viele gewesen sein. Egal.

(Ein beherzter Sprung in die Jetztzeit könnte ja übrigens eine erweiterte Demokratisierung dieses Verfahrens sein, indem man alle Lions-Mitglieder insgesamt in den vierzehn Tagen vor einem solchen Kongress online über die Bewerbungen abstimmen ließe. Die ebenfalls online anschaubar wären. Aber was weiß ich schon.)

Um elf Uhr sollten wir die Stellwände abdekorieren und uns dann um 13 Uhr wieder einfinden zur Bekanntgabe der Gewinner, direkt nach der anberaumten Mittagspause im großen Saal des Gewandhauses. Wir nutzten die Pause, um im Hotel auszuchecken und unser diverses Zeug dort zwischenzulagern. Am Rande und mit grimmigem Humor sei bemerkt: es ist unglaublich, wie eine einzelne sperrige, schwere Plakatrolle das Reisen entspaßen kann…

Kurz vor eins trafen wir dann vor dem Gewandhaus auf unsere neuen Lions-Freundinnen aus Langenfeld – übrigens unsere absoluten Favoritinnen für den Gewinn des 1. Preises –, die eine Gewährsfrau im Saal hatten und immer via Handy erfuhren, was los ist. So jetzt auch, daß sich die Mittagspause um eine Stunde (!) verschöbe. Alles andere wohl auch! Wir nahmen also ebenfalls in der Sonne Platz und tranken erstmal ein leckeres Getränk, um dann alle miteinander – optimistisch, jetzt alsbald dran zu sein – um 14 Uhr in den großen Saal zu gehen.

Dort konnten wir dann eine Weile typisches Funktionärs- und Vereinswesen besichtigen, aber eine Gewinnerbekanntgabe schien in der hoffnungslos hinterherhinkenden Tagesordnung nicht mehr wirklich vorgesehen zu sein… Und unser beider Zug zurück nach Aachen fuhr um 15:38 Uhr!

Den nahmen wir natürlich auch. Unterwegs bekamen wir dann zwei weitere Stunden später (!) die ultimative WhatsApp von den lieben Langenfelderinnen, die tatsächlich bis dahin im Saal ausgeharrt hatten:

„Weder Ihr noch wir.
3. Baumpflanzaktion
2. Braunschweig
1. Waisenhaus“

Den drei Gewinner-Clubs gratulieren wir an dieser Stelle sehr herzlich! Persönlich ging das ja wegen der krassen Programm-Verspätung leider nicht… Und für uns bleibt das Fazit ganz klassisch: „Viel Lärm (Arbeit, Kosten, persönlicher Einsatz) um nichts“. Wir haben unser Bestes getan – doch das wurde uns allen durchaus ein bißchen schwergemacht… Schade, wirklich. Trotzdem danken wir auch der Stiftung noch einmal für die Nominierung, über die wir alle im Aachener Team uns selbstverständlich sehr gefreut haben!

Doch in uns, die wir die Sache konkret mitgemacht haben, lebt nun auch ein gar nicht so heimlicher Wunsch für vielleicht ähnliche zukünftige Aktionen – er bekäme auf Twitter den Hashtag #einmalmitprofis.

(Persönlicher Erlebnisbericht von Uschi Ronnenberg, LC Euregio Maas-Rhein)

Wahrscheinlich Mittwoch

…haben wir schon einmal eine Teillieferung der kleinen roten Beutel, die wir dieses Jahr statt Plastiktüten für den strapazierfähigen Leckerchen-Transport bestellt haben. Fanden wir eine hübsche Idee – doch irgendwie ist “der Wurm drin”.

Von naiv spät bestellt über Lieferschwierigkeiten der Ursprungsware bis kaputter Telefonanlage beim Lieferanten ist in dieser Bestellung wirklich fast jede Komplikation vertreten, die man sich ausdenken kann. Doch nun geraten die Dinge, also die zauberhaften roten Beutel, endlich ins Rollen! Wir warten auch – händeringend, haareraufend.

Einziger Trost ist, daß die Adventskränze und Gestecke, die momentan hauptsächlich von Ihnen nachgefragt werden, sowieso nicht in die Beutel(chen) passen würden. Da passen bestens vier Gläschen unserer köstlichen hausgemachten Marmeladen, Konfitüren, Chutneys und Pestos rein. Und unter vier kaufen Sie doch wahrscheinlich sowieso nicht, oder? Wo Sie schon einmal da sind…

Transferleistungen

Oder auch: Wie kommen die vielen kleinen Gläschen von A nach Weihnachtsmarkt? So zum Beispiel – und je nach Größe des Transportmobils auch nur portionsweise…

Wir vom LC Euregio Maas-Rhein lieben die Einbeziehung möglichst vieler Mitglieder – produziert wird bei A, geklebt wird bei B, zwischengelagert wird bei C (im Bild C’s Auto, die kommt gerade von B zurück). Und insbesondere dann, wenn die Zeit der Adventskränze vorbei ist, fährt C nun öfter mal morgens früh auf den Markt, um zu liefern. Während D gerade in Urlaub ist, der würde sonst nämlich auch noch mit eingespannt. *grins*

Das ist ja schief!

Wie kommen die Etiketten auf unsere Gläschen? Man nehme zum Beispiel

> eine umsichtige Gastgeberin,
> fünf weitere gutgelaunte Frauen,
> 750 Gläschen Marmelade und Pesto,
> ebenso viele Banderolen und Etiketten,
> ein paar Gläser Wein oder anderes Gewünschtes,
> ein wundervolles Chili con carne
> und etwa drei bis vier Stunden Zeit.

Und schwupps, schon sind die Gläschen etikettiert. Alles handgemacht! Und das eine oder andere schiefe Etikett hat nichts mit mehr oder weniger Wein, sondern vor allem mit mehr oder weniger Augenmaß des tapferen Etikettierers zu tun…

Achtzehnter November

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Das ist der diesjährige, unfasslich frühe Beginn des Aachener Weihnachtsmarktes. Was tun also all die Lions und Zontas aus acht Einzelclubs, die seit vielen Jahren gemeinsam einen Stand auf dem Weihnachtsmarkt haben und mit circa 5.000 Gläschen selbstgekochter Marmeladen und Chutneys jährlich mehr als 10.000 Euro Reinerlös für einen guten Zweck erzielen? Sie fangen wieder an, für dieses große Ziel zu arbeiten.

Heute abend traf sich also das “Team Weihnachtsmarkt” und die ersten Aufgaben sind verteilt.

Finale

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Am Ende des Weihnachtsmarktes danken wir nicht nur Ihnen – unseren neugierigen und kauffreudigen Besuchern –, sondern auch den weit über 100 Clubmitgliedern der Aachener Lions, Leos und Zontas, die in den letzten vier Wochen dafür gesorgt haben, daß der Stand immer besetzt war und Sie stets freundlich beraten und bedient wurden. Also ein großes Rundum-Dankeschön!

Nachschub

Nachschub an den Stand zu liefern, entpuppt sich an manchen Tagen als echte logistische Herausforderung – nicht jedoch am Adventsmorgen vor 10 Uhr. Dann ist der Ladeverkehr auf dem Markt noch ziemlich überschaubar und so ein minimäßiger “Lieferwagen” paßt immer noch dazwischen…

Ein paar Impressionen von heute morgen für Sie. Denn damit “et läuft”, sind rund um so einen Weihnachtsmarktstand viele Dinge nötig, über die man sich normalerweise gar keine Gedanken macht.

Etiketten kleben

Das Bekleben der ca. 700 Gläschen des LC Euregio Maas-Rhein war ehrlich gesagt eher eine geschwätzige Spaß-Angelegenheit als monotone Bastelei.

kleben1Arbeiten.

kleben2Essen.

kleben4Die winterliche Marmelade komplettieren.

Fleißig, fleißig, Und zu fünft macht es einfach mehr Spaß! Danke auch an unsere liebe Gastgeberin für “nur ein Stück Käse” und reichlich leckere Getränke…